4. Juni 2010
Das Gedankenexperiment von "Harun Yahya" über die wahre Essenz der Materie muss einen zur Schlussfolgerung führen, dass wir nichts wissen können, dass wir nichts verstehen können, dass unser geglaubtes Verständnis über die Realität, die Welt, das Universum und die Materie nur ein Konstrukt unseres Bewusstseins ist. Wir müssen zwangsläufig zu Agnostikern werden.
Doch bei genauerer Betrachtung stellt sich zudem etwas Bemerkenswertes heraus: Selbst unter der Annahme, dass alles um uns herum und sogar wir selber nur Illusionen sind, erweisen sich doch die Naturgesetze als zuverlässige Konstanten. Ob sie vielleicht nur ein temporärer Zustand von scheinbarer Konstanz sind, das wissen wir nicht. Das können wir nicht wissen. Ob die Vergangenheit nur eine Projektion ist? Der Urknall nur ein Spiegelbild der göttlichen Allgegenwart?
Das wissen wir nicht und wir können es niemals wissen. Nur über unser eigenes Leben können wir Gewissheit haben. Wenn wir aufmerksam leben. Denn was wir tun, das wird zweifelsohne zu unserer Geschichte, zu unserem Gedächtnis, zu unserer Prägung, zu unserem Karma, wie der Mystiker sagt.
Erkenne dich selbst!
Das soll unser erstes Gebot sein. Was über uns selbst hinaus geht, das gehört in den Bereich Gottes, und
Das soll unser zweites Gebot sein.
Von Gott sollst du dir aus gutem Grund kein Bildnis machen.
Das soll unser zweites Gebot sein.
Fazit: Wir wissen, dass wir nichts wissen. Doch wissen wir auch, dass alles was wir tun als Tat-Sache in die universelle Geschichte eingeht, die wir mit all den anderen fühlenden Wesen teilen. Die Geschichten unserer Vorfahren haben uns zu dem gemacht, was wir heute sind. Und die Evolutionstheorie beschreibt, wie der aktuelle Zustand der Gegenwart aus schöpferischer Einfachheit heraus entstanden sei. Ein Vorgang der schon seit so unglaublich lange andauert, dass wir uns davon keinen Begriff machen können. Das alles ist zweifelsohne die Geschichte dieser gigantischen Illusion der Existenz.
In diesem Modell unserer neuen Theorie haben Evolution und Religion gemeinsam Platz...
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Anhang A
Anhang A
Ein Pangramm (von griechisch πᾶν γράμμα pan gramma, ‚jeder Buchstabe‘) oder holoalphabetischer Satz ist ein Satz, der alle Buchstaben des Alphabets enthält.
Als echt werden Pangramme bezeichnet, in denen jeder Buchstabe genau einmal vorkommt, die also gleichzeitig Isogramme sind. Echte Pangramme mit den 26 lateinischen Buchstaben sind sehr schwer zu erzielen; mit nur natürlichen Wörtern ist in keiner Sprache mit lateinischer Schrift eines bekannt.
Iroha ist die Abkürzung für Iroha-uta. Es ist ein japanisches Gedicht, das alle Zeichen (Kana) des in der Heian-Zeit verwendeten Silbenvorrats der japanischen Schrift genau einmal verwendet. Es ist damit ein echtes Pangramm und wird auch als Ordnungsschema verwendet.
Der Sinn des Gedichtes, das die Vergänglichkeit dieser Welt behandelt, die der Dichter hinter sich lässt, ist zwar noch zu erfassen, in den Details weichen die Übersetzungen aber voneinander ab. Dem japanischen Text eng angelehnt lautet der Inhalt wie folgt:
Obgleich die Farben (der Blüten) duften,
sind sie (doch) abgefallen.
Was ist (schon) im Laufe unserer Welt beständig!
Die fernen Berge der Vergänglichkeit (des Wandels) überschreitend,
gibt es keinen seichten Traum mehr,
keine Befangenheit im Rausche.
Wiedergabe in Hepburn-Romaji, aber in der alten Aussprache:
i ro ha ni ho he to
chi ri nu ru wo
wa ka yo ta re so
tsu ne na ra mu
u wi no o ku ya ma
ke fu ko e te
a sa ki yu me mi shi
we hi mo se su.
Sprache ist Schall und Rauch. Und:
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
